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ÖNORM H 6040

Normbezeichnung:

ÖNORM H 6040

Titel:

Berechnung der sensiblen und latenten Kühllast sowie der
sommerlichen Temperaturgänge von Räumen und Gebäuden

Einsatzbereich:

Berechnung der Norm-Raumkühllast und Norm-Gebäudekühllast (sensibel = trocken und auch latent = Entfeuchtung) sowie der sommerlichen Temperaturgänge (mit und auch ohne Kühlung)

Rechenverfahren:

Dynamisches multikapazitives Verfahren. Berechnung einzelner Räume. Aus den Raumergebnissen kann auch die Gebäudekühllast ermittelt werden.

Das Verfahren wurde von uns entwickelt und für die ÖNORM H 6040 angepasst, ursprünglich im Auftrag der Bundesinnung der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker.

Gültigkeit:

ÖNORM H 6040 ist aktuell gültig (seit 1.11.2012)
Einzige in Österreich gültige Norm zur Berechnung der Kühllast.

Ersatz für:

ÖNORM H 6040 (gültig 1.3.1997 bis 30.10.2012)

Normkonforme Software:

PokornyTec Kühllast H6040
und
PokornyTec Kühllast-Heizlast-Kombi

Deckblatt ÖNORM H 6040 (Ausgabe 2012) ÖNORM H 6040: Die aktuelle ÖNORM für Raum- und Gebäudekühllasten

Aktuelle ÖNORM für Raum- und Gebäudekühllasten

ÖNORM H 6040 beschreibt ein dynamisches multikapazitives Rechenverfahren, das in seinen Grundzügen seit 30 Jahren im Einsatz ist und seit 2012 in einer weiterentwickelten Norm-Fassung vorliegt.

Der Aufwand für die Entwicklung und die Weiterentwicklungen des Rechenverfahrens war sehr hoch. Da das Ergebnis ein überaus genaues Verfahren ist, hat sich das aber wohl gelohnt. Es sind zwar viele komplexe Formeln zu berechnen, bei Einsatz entsprechender Software (z.B. PokornyTec Kühllast H6040) geschieht das allerdings unsichtbar im Hintergrund.

Deckblatt ÖNORM H 6040 (Ausgabe 2012) ÖNORM H 6040: Die aktuelle ÖNORM für Raum- und Gebäudekühllasten

Kühllastberechnung in Österreich: die ENs und die ÖNORM

Bereits seit 1994 (Entwurf 1991) bietet die österreichische Normung ein ausgereiftes Verfahren zur Berechnung von Kühllasten und sommerlichen Temperaturen an, festgelegt in der ÖNORM H 6040. Es wurde dabei von Anfang an Wert auf eine möglichst genaue Abbildung der thermischen Vorgänge im Gebäude gelegt (im Vergleich dazu gibt es viele deutlich vereinfachte Verfahren).

Daher setzt die Norm ein multikapazitives, dynamisches Simulationsverfahren ein (Details siehe weiter unten).

Kurz gesagt: In kleineren Zeiteinheiten werden, unter Berücksichtigung vieler Parameter

  • Sonneneinstrahlungsgang,
  • Wechselwirkung Himmel-Umgebung-Gebäude,
  • Außentemperatur- und Luftfeuchtegänge,
  • Bauteil-Oberfläche und –Aufbau,
  • Fremd- und Eigenverschattung,
  • Sonnenschutz inkl. Steuerung,
  • innere Lasten, etc. etc. etc.

die Kühllast und die Innentemperaturgänge (Luft und operativ) berechnet. Für eine hohe Genauigkeit werden dazu die nicht-transparenten Bauteile in 1cm-Schichten unterteilt und für jede Teilschicht wird für jeden Zeitschritt die Temperatur berechnet, unter Berücksichtigung von Wärmeleitwiderständen und Wärmespeicherkapazitäten jeder Teilschicht ( = „multikapazitiv“).